Bananen-Republik

2. Dezember 2011 – 20:41

Eben stand ich noch in der normalen Economy Class Schlange am Flughafen East London mit der k├╝rzlich suspendierten F├╝hrungsspitze der ANC-Jugendliga (Floyd Shivambu ganz zivil in einer Reihe mit dem gemeinen Volk, ob das wohl immer so war?), nun ruft mich meine Freundin (die dann auch geflogen ist) an und erz├Ąhlt mir, dass der einstmals gro├če und k├Ârperlich wohl schon immer kleine Julius ÔÇ×JujuÔÇť Malema auch auf dem Flug war. Der Gucci-Revolution├Ąr wurde von seinen Partei-Genossen ja schon vor gut zwei Wochen abgeschossen, f├╝r den Flieger bestand also keine Gefahr mehr. Die entscheidende Frage ist nun aber: Was macht ein verhinderter K├Ânigsm├Ârder ohne g├╝ltiges Parteibuch, der angibt k├╝nftig als Farmer t├Ątig sein zu wollen, aber gegen seinen Parteiausschluss Berufung einlegt, in Kapstadt? Hoffentlich plant er keine Bananen-Plantage, denn dazu ist das Klima am Kap zu rau und ├╝berhaupt sind diese Fr├╝chtchen wohl kreuzgef├Ąhrlich.

Mich hatte ja vor mehr als einer Dekade schon ein Kollege in der Schultheatergruppe gewarnt, dass die Br├Ąunung im Kern der DDR-feindlichen Frucht auf den Gang einer Bananenspinne hinweist. In S├╝dafrika tauchten nun sogar Warnungen auf, dass sich fleischfressende Viren im s├╝├čen Fruchtfleisch der Bananen verstecken, allerdings nur in der Provinz KwaZulu-Natal. Das Gesundheitsministerium gab aber inzwischen Entwarnung, man darf also wieder beruhigt zubei├čen.

Oder doch nicht? Vorgestern h├Ârte ich jedenfalls erstmals von der Theorie, dass weder Affen noch die CIA sondern ÔÇô ihr ahnt es ÔÇô Bananen f├╝r die ersten HIV-F├Ąlle verantwortlich waren. Aber vielleicht war es ja doch nur ein Nebenprodukt niederl├Ąndischer Viren-Bastler. Oder irre US-Geheimdienstler haben kommunistische Affen mit schwarzen Plastikt├╝ten auf dem Kopf und ganz viel Wasser gezwungen, Bananen zu manipulieren. Amnesty International verlangt zumindest gerade, dass Tansania George W. Bush wegen irgendwie ├Ąhnlich gearteter Ausw├╝chse inhaftiert. Ich kann ihn mir schon lebhaft vorstellen im Kerker von Daressalam bei Schafseintopf und Bananenkompott. Dagegen haben Floyd, Juju und Co doch ein relativ ertr├Ągliches Los gezogen.

Kommentar schreiben